Partnerschaftlichkeit und Zeit für die Familie

Viele Menschen möchten beides: ein erfülltes Erwerbsleben und Zeit für die Familie. Dies kann gelingen, wenn Erwerbs- und Familienarbeit partnerschaftlich aufgeteilt werden.

Foto: Can Stock Photo Inc. / Kzenon

Die Rollenverteilung in Paarbeziehungen hat sich in den letzten Jahren langsam, aber stetig gewandelt. Konzentrierten sich Väter in der Vergangenheit ganz überwiegend ausschließlich auf ihre Rolle als Ernährer der Familie, so ist der „neue Vater“ auch gegenüber praktischer Unterstützung bei der Hausarbeit und Kinderbetreuung aufgeschlossen. Die Anzahl der Väter, die nach der Geburt eines Kindes in Elternzeit gehen, steigt. Gleichzeitig möchten immer mehr Mütter schneller wieder in den Beruf einsteigen.

Im Alltag gestaltet sich diese partnerschaftliche Aufteilung häufig aufgrund problematischer Zeittaktungen als schwierig: Die Öffnungszeiten von Behörden und Arztpraxen sind für Familien häufig unpassend, Schulferien und Urlaubszeiten der Eltern lassen sich des Öfteren nicht in Einklang bringen oder die Kinderbetreuungszeiten können bei spontaner Mehrarbeit nicht flexibel angepasst werden. Zahlreiche politische und gesellschaftliche Initiativen zielen darauf ab, die Zeitbedarfe von Familien sowie entsprechende Handlungsmöglichkeiten zu ermitteln. Familienzeitbezogene Maßnahmen sollen Zeitknappheit und Zeitkonflikte reduzieren.

Untersuchungen des FFP zeigen, dass Einstellungen von Müttern und Vätern zur innerfamilialen Arbeitsteilung und die tatsächliche Zeitverwendung allerdings nicht immer zusammenpassen. Darüber hinaus zeigt sich, dass neben der Bildungskonstellation der Paare auch die Erwerbs- und Einkommenssituation ausschlaggebend ist dafür, ob Männer sich aktiv in die Familienarbeit einbringen.

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