13. Mai/ Muttertag

Appell für Alleinerziehende

13. Mai 2018

Eine alarmierende Zahl zum Muttertag: Alleinerziehende und ihre Kinder sind stark von Armut betroffen. Hier sind vor allem Mütter in der Bredouille. Denn von den Alleinerziehenden mit erhöhtem Armutsrisiko sind laut Statistischem Bundesamt (Quelle: Datenreport 2016) 90 % Mütter und nur 10 % Väter. Das FFP zeigt Gegenmaßnahmen auf.

Status Quo: die Bredouille

Alleinerziehende, die die Verantwortung für Kinder ohne Hilfe eines zweiten Elternteils schultern, haben an vielen Fronten Herausforderungen zu bewältigen. Die wohl schwierigste: den Lebensunterhalt für sich und die Kinder zu erwirtschaften und gleichzeitig dem Erziehungsauftrag nachzukommen. Die versteckte Herausforderung: auch an die Zukunft zu denken und vorzusorgen.
Aufgrund heutiger Rahmenbedingungen ist es vor allem für alleinerziehende Mütter schwierig, den zentralen Pfeilern Lebensunterhalt, Kinderbetreuung und Altersvorsorge gleichermaßen Augenmerk zu schenken. Aktuelle Daten belegen, dass vor allem alleinerziehende Mütter kaum häufiger erwerbstätig sind als Mütter in Paarfamilien (siehe Grafik unten). Allerdings arbeiten sie öfters in Vollzeit.

Teilzeitarbeit greift zu kurz

Ein Halbtagsjob mag zunächst als Lösung erscheinen, die Betreuung der Kinder zu sichern und dabei zumindest ein kleines Einkommen zu erwirtschaften. Er bedeutet aber auch reduzierte Beiträge in die Rentenkasse. Nicht selten fehlen alleinerziehenden Eltern die Mittel für eine fundierte Altersvorsorge, beispielsweise auch durch fehlende Unterhaltszahlungen.

Langfristig Perspektiven geben

Anlässlich des Muttertags 2018 verweist das Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik auf das Kernthema seiner Forschung – die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wenn diese hergestellt wird, lässt sich die Situation von alleinerziehenden Müttern verbessern. Hier sind Politik und Staat weiterhin gefordert: Auf staatlicher Seite sind vor allem der weitere Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und der –formate zu nennen, so das FFP. Das Forschungszentrum weist zudem auf die vielfältig gestaltbaren familienbewussten Maßnahmen hin, die Arbeitgebenden zur Verfügung stehen. Durch Angebote wie Homeoffice, Gleitzeit oder Vertretungsregelungen können Unternehmen ihre Arbeitnehmenden entlasten und von ihren besseren Leistungen profitieren.

Quelle: Destatis 2017: Kinderlosigkeit, Geburten & Familien. Ergebnisse aus 2016, eigene Darstellung

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