Familienbewusstsein messbar machen

Seit 2005 hat das FFP zahlreiche Studien zur Ermittlung des Familienbewusstseins in Unternehmen durchgeführt. So lassen sich Vergleiche anstellen, Entwicklungen beobachten und vor allem Effekte identifizieren. Zum Einsatz kommen dabei Instrumente, die im FFP eigens für diesen Zweck entwickelt worden sind.

Das FFP erfasst das betriebliche Familienbewusstsein in seiner Gesamtheit. Es werden drei Dimensionen unterschieden: Dazu gehören zum einen die freiwilligen Leistungen, die ein Unternehmen für Mitarbeitende mit Familienpflichten gewährt (Dimension Leistung). Des Weiteren bezieht das FFP den Austausch über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Betrieb (Dimension Dialog), sowie den Umfang, in dem Familienbewusstsein von Führungskräften und Kollegen mit Leben gefüllt wird (Dimension Kultur), ein.

Die Arbeitgebendensicht: Der berufundfamilie-Index

Der berufundfamilie-Index, den das FFP im Auftrag der berufundfamilie gGmbH entwickelt hat, erhebt das Familienbewusstsein von Arbeitgebenden aus Sicht der Leitungsebene. Anhand eines Fragenkatalogs, der alle drei Dimensionen abdeckt, wird ein betriebsspezifischer Wert errechnet, der zwischen 0 und 100 liegen kann. Je höher der Wert, desto ausgeprägter das Familienbewusstsein.

So wird Familienbewusstsein zu einer betrieblichen Kennzahl. Das ermöglicht Vergleiche, Zeitreihenuntersuchungen und die Analyse betriebswirtschaftlicher Effekte einer familienbewussten Personalpolitik. Zum Einsatz kam der berufundfamilie-Index unter anderem in repräsentativen Unternehmensbefragungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Das Arbeitspapier Nr. 4 / 2008 sowie das Factsheet „berufundfamilie-Index“ informieren Sie über die die inhaltlichen und methodischen Grundlagen des berufundfamilie-Index.

Interessierte Unternehmen und Institutionen können den Index einfach und unkompliziert nutzen: Unter www.berufundfamilie-index.de finden Sie den Fragebogen und können sich mit den Teilnehmenden der jüngsten repräsentativen Studie für Deutschland vergleichen.

Die Beschäftigtensicht

Um das Familienbewusstsein der Unternehmen auch aus Sicht der Beschäftigten messbar zu machen, entwickelte das FFP auf Basis der drei Dimensionen Dialog, Leistung und Kultur ein eigenes Befragungsinstrument. Es wird beispielsweise eingesetzt, um innerhalb von Unternehmen und Institutionen Bedarfsanalysen anzustellen.

Im Rahmen einer solchen Bedarfsanalyse entwickeln wir zuerst ein indiviudell auf den Betrieb abgestimmtes Erhebungsdesign. In einer anschließenden Feldphase wird der Fragebogen den Beschäftigten zur Verfügung gestellt. Schließlich bereiten wir die Ergebnisse auf und leiten passgenaue Handlungsempfehlungen ab.

Der Index wurde neben Befragungen in Betrieben und Institutionen auch im Rahmen der repräsentativen Untersuchung "Familienbewusstes NRW - Was tun Unternehmen?" eingesetzt.

Haben Sie Interesse an einer wissenschaftlich fundierten Beschäftigtenbefragung in Ihrem Betrieb? Sprechen Sie uns gerne unverbindlich an. Mehr Informationen finden Sie auch in unserem Flyer.

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