Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann nicht nur von staatlicher Familienpolitik erreicht werden. Arbeitgebende können mit familienbewusster Personalpolitik viel erreichen.

Foto: MFKJKS/ Ralph Sondermann

Wir sind überzeugt: Neben der staatlichen Familienpolitik trägt eine familienbewusste Unternehmenspolitik wesentlich dazu bei, dass Beschäftigte Erwerbstätigkeit und Familie ins Gleichgewicht bringen können. Zu den großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zählt dabei auch die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

Was ist Familienbewusste Personalpolitik?

Als „familienbewusste Personalpolitik“ bezeichnen wir die Gesamtheit aller freiwilligen Maßnahmen, mit denen Unternehmen und Institutionen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ihrer Beschäftigten fördern und somit deren Entscheidung für Familie bzw. deren Leben mit Familie erleichtern. Betriebskindergärten, Informationsangebote zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege, flexible Arbeitszeiten, familienbezogene Zuwendungen – familienbewusste Personalpolitik ist vielseitig und weit mehr als ein besonderer Service für berufstätige Eltern und pflegende Angehörige. Familienbewusste Arbeitgebende zeichnen sich aber nicht nur durch das Vorhandensein solcher Maßnahmen aus. Sie kommunizieren auch offen über die Bedarfe von Beschäftigten mit Familienpflichten und haben das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie/ Pflege in ihre Unternehmenskultur integriert.

Familienbewusstsein als Forschungsgegenstand

Die Erforschung familienbewusster Arbeitsumgebungen gehört seit 2005 zu den Haupttätigkeitsfeldern des FFP. Unter Einsatz eigens hierzu entwickelter Messinstrumente hat das FFP in repräsentativen Befragungen unter anderem das Familienbewusstsein Arbeitgebender in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhoben. Dabei wurden auch betriebswirtschaftliche Effekte einer familienbewussten Personalpolitik untersucht.

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