Vereinbarkeit

Familiäre und berufliche Pflichten vereinbaren

Für Beschäftigte wird die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf zunehmend wichtiger. Mütter möchten sich stärker an der Erwerbsarbeit beteiligen, Väter mehr an innerfamiliären Aufgaben und sie möchten beispielsweise mehr Verantwortung für die Kinderbetreuung übernehmen. Vor allem Eltern kleiner Kinder und Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen müssen oft einen Spagat machen, um beiden zentralen „Pfeilern“ ihres Lebens gerecht zu werden – den Familienmitgliedern auf der einen Seite und dem Arbeitsplatz auf der anderen.

  • Für viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ist die Vereinbarkeit von Familie bzw. Pflege und Beruf so wichtig, dass sie die Wahl des Arbeitsplatzes maßgeblich bestimmt. So sagen über 90 % der Arbeitnehmenden unter 40 Jahren, dass die Familienfreundlichkeit des Arbeitgebenden mindestens so wichtig ist wie das Gehalt. 75 % geben an, dass sie sogar das Unternehmen dafür wechseln würden. (Quelle: Roland Berger 2014, Die neue Vereinbarkeit)
  • Einer Umfrage des Zukunftsinstituts unter der Generation Y (Das Selbstverständnis der Manager von morgen, 2013) zur Folge halten es 73 % der Frauen und 47 % der Männer für wahrscheinlich, wenn nicht sicher, „dass sie im Laufe ihres Lebens einmal in Teilzeit arbeiten, um die Möglichkeit zu haben, sich nebenbei anderen Aufgaben zu widmen“.

Vereinbarkeit konkret

Um die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf zu gewährleisten, können unterschiedliche Modelle greifen. Wichtig ist, dass diese an die Situation des bzw. der Beschäftigten und des Unternehmens angepasst sind. Hilfreich sind für Beschäftigte vor allem individuell ausgerichtete Maßnahmen wie z.B. zur Arbeitsflexibilisierung, zum Wiedereinstieg, für die Kinderbetreuung oder auch einfach in Form von Informationsangeboten.

Konkrete Handlungsfelder einer familienbewussten Personalpolitik

Erkenntnisse

Untersuchungen des FFP zeigen, …

... dass Einstellungen von Müttern und Vätern zur innerfamilialen Arbeitsteilung und die tatsächliche Zeitverwendung nicht immer zusammenpassen.

… dass neben der Bildungskonstellation der Paare auch die Erwerbs- und Einkommenssituation dafür ausschlaggebend ist, ob Männer sich aktiv in die Familienarbeit einbringen.

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