Wandel der Arbeitskultur

Nichts ist so beständig wie der Wandel

Die Arbeitswelt befindet sich in einem steten Wandel. In der Vergangenheit waren es der technologische Fortschritt und die Industrialisierung, die die Beschäftigungsformen maßgeblich veränderten. Heute ist es die Digitalisierung, die den Takt angibt. Und zwar in immer höherem Tempo. Die digitale Vernetzung wirkt sich auf alle Bereiche aus – die öffentlichen und die privaten.

Die aktuelle Arbeitswelt

Die Digitalisierung bringt für Arbeitnehmende neue Herausforderungen mit sich. Und neue Chancen. Sie schafft neue Berufsfelder und neue Möglichkeiten zur Arbeitsgestaltung. Für Arbeitgebende erhöht sich die Produktivität ihrer Mitarbeitenden, denn die digitale Technik beschleunigt viele Prozesse. Für Erwerbstätige bringt Arbeiten mit digitalen Medien mehr Flexibilität, zum Beispiel in Form von Tele- und Heimarbeit. Weitere, teils negative Auswirkungen sind die beschleunigten Arbeitsprozesse und die zunehmend unklarer werdende Grenze zwischen privater und beruflicher Sphäre.

Wandel der Arbeitskultur konkret

Die Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft sind tiefgreifend und rasant. Sie erfordern an vielen Stellen ein Umdenken und neue Konzepte. Sowohl Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sind gefordert. Es ist eine zentrale Zukunftsaufgabe, die Chancen und die Schattenseiten der Digitalisierung zu erforschen, Vorteile in der Arbeitswelt nutzbar zu machen und den tiefgreifenden Wandel in der Gesellschaft zu begleiten.

Ein vielversprechender Ansatzpunkt, den das FFP in seiner aktuellen Forschung fokussiert, ist die lebensphasenorientierte Personalpolitik. Sie ist ein praxisnaher, ganzheitlicher Ansatz, um die Anforderungen der aktuellen und zukünftigen Arbeitswelt zu bewältigen.
Vor allem in Zeiten des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels bietet die Lebensphasenorientierung ein ganzheitliches Konzept, um die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmenden positiv zu beeinflussen. Durch die Beachtung der Bedürfnisse des Einzelnen, also ihrer jeweiligen Lebensphase, lassen sich nachweislich die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf sowie die Leistungsfähigkeit verbessern.

Erkenntnis

Neue Arbeitsformen wie das Homeoffice bringen Zeitersparnisse mit sich. Die gewonnene Zeit investieren Väter dafür, um ihre berufstätigen Partnerinnen zu entlasten.
In einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach gaben 79 % der Väter an, die gewonnene Zeit für Unternehmungen mit den Kindern und der Familie zu investieren. 58 % der Väter gaben an, die Zeit für Organisatorisches im Haushalt einzusetzen. (Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach, Zu Hause arbeiten, 2015)

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